Gottfried Mayerhofer Kommunikation mit Verstorbenen - Gottfried Mayerhofer

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DIE GEISTERWELT

Kommunikation mit den Verstorbenen
„Ihr aus dieser Welt seid von Geistern, von Verstorbenen stets umgeben, seid nie allein, um euch herum geht es oft ganz kurios zu, denn Millionen von Seelen sind zwar von der körperlich-materiellen Welt geschieden, aber ihr Herz, ihre Wünsche, Ihr Sehnen hält sie an der Scholle Erde fest, wo sie gelebt und gewirkt haben. Sie wollen sich überall eindrängen, beeinflussen den Menschen auf alle mögliche Weise, manifestieren sich auch, wenn sie können. Ein jeder Dahingeschiedene sucht Schlechtes gutzumachen, Gutes zu verbessern, auf Kinder, Verwandte und Freunde einzuwirken, auch die Schlechtesten suchen ihr früheres Leben fortzusetzen, sie müssen sich ausleben, müssen satt werden, damit die Lust nach etwas Besserem in ihnen erwacht. Wisst, es wandern auf eurer Erde noch Menschen herum, die längst vor Meiner Ankunft auf dieser Erde gestorben sind. Sie finden sich drüben nicht zurecht, wollen die Verhältnisse von dort nicht verstehen, und hoffen immer durch Zerstreuung, durch Einmischen in das Leben anderer, die eigenen Gewissensvorwürfe zu beschwichtigen, da ein jeder sich selbst von innen heraus bessern muss, und Ich nicht im Mindesten da einen Zwang eintreten lassen kann. Der Mensch ist frei, mag er in körperlicher oder in geistiger Hülle ein Teil Meiner Schöpfung sein.“

Quelle: "Wahrheit über Spiritismus", Neu-theosophische Schrift Nr. 41, Auszug aus der Kundgabe vom 25. Dezember 1874


„Ich sagte dir schon, dass eure Welt und die ganze Schöpfung mehr geistig als materiell zu betrachten ist; Ich sagte dir ferner, dass die Seelen der Verstorbenen von der Welt, welche ihr bewohnt, als wie von allen bevölkerten Welten, um euch sind und je nach Gradation dicht an der Erde oder in höheren Regionen wohnen; dass es bei ihnen, je nach dem inneren Erkenntnislicht, hell oder dunkel, schön oder wüst und leer um sie ist gemäß dem Resultat des verlebten Seins auf Erden, und Ich muss dir noch dazu sagen, dass eben alle abgeschiedenen Seelen, wenn selbe noch aus Liebe in der Ihrigen [Angehörigen] Nähe gehalten oder von anderen weltlichen Gegenständen oder Ideen angezogen eines höheren Schwungs nicht fähig sind, euch stets umschweben, euch begleiten, euch mahnen, belehren und beschützen müssen, soweit ihr Einfluss auf euch möglich ist.
Daher der Zudrang zu den spiritistischen Versuchen, wo eine Verbindung mit der Geisterwelt angestrebt wird, wo ein jeder Geist zuerst reden und jeder Teilnehmer zuerst fragen will, weil eben diese Verbindungen noch nicht allgemein sind, was übrigens noch werden wird und bei den alten Völkern schon geahnt wurde, da sie sich gemäß ihrer Bildungsstufe sogenannte Hausgötter schufen, welche die Beschützer des ganzen Hauses sein sollten.
Das, was ihr Schutzgeister nennt, das waren diese vermeintlichen Hausgötter, welche einst geahnt und jetzt noch wirklich in der Tat bestehen, indem es geistig verwandte Seelen gibt, die in ihren Ideen glauben, es müsse ein direkter Schutz da sein, als ob Mein allgemeiner nicht genügte. Sogar viele bitten sich dieses aus als weiteren Wirkungskreis ihres Lebens im Jenseits, welches ihnen auch gewährt wird, wobei sie aber wenig erfreuliche Resultate erleben, da die meisten Schützlinge von ihnen nichts wissen wollen, ihren geistigen Einflüsterungen nicht Gehör geben, und so die, welche glaubten, sie könnten auf ihre Lieben vorteilhaft einwirken, dann traurig zusehen müssen, wie die zu Beschützenden doch von ihrer Freiheit als Menschen Gebrauch machen und tun, was sie als Menschen, nicht aber was die Geschiedenen als Geister wollen.
Es muss eben einem jeden seine Freiheit gelassen werden, so seht ihr die Geister irrigen Begriffen von Wohltun nachgehend, ihre eigene Mission verfehlen und die Menschen, obwohl gewarnt, belehrt, oft sogar aus eigenem Verschulden bestraft, dennoch den verkehrten Weg gehen, was natürlich diese sie begleitenden Geister mit tiefem Schmerz erfüllen muss.
Was Ich euch hier von der besseren Seite gezeigt habe, das besteht auch im entgegengesetzten Fall. Ganz vernachlässigte Seelen, welche wie Wilde, von Mir, Meiner Lehre und Meiner Schöpfung gar keinen Begriff erhalten haben, diese folgen auch ihrem Trieb nach allen Lastern drüben wie herüben, freuen sich gleichgesinnter Menschen, begleiten sie, beeinflussen sie und bestärken sie in ihrem Tun, und sind so wahre Teufel, welche nur an Zerstörung, Mord und Brand eine Freude haben.
So ist die geistige Welt um euch ein noch weit größeres Gewirr von Wollen, Suchen, und nicht Können als eure irdische Welt selbst.
Wie bei euch Menschen das Jagen nach irdisch-weltlichen Genüssen, nach eitlen Interessen, ebenso ist die euch umgebende Welt ein Gemisch von allen Stufen von Seelen, von unverbesserlichen angefangen bis zu den reineren Engelsgeistern, welche von Mir oft gesendet werden, um wieder Ruhe zu stiften, wenn es eben zu bunt durcheinander geht. […]
Jetzt, da Ich mehr und mehr die direkte Verbindung der Geisterwelt mit der irdischen zulasse, jetzt steigert sich der Drang in ersterer, und vermehrt sich die Wissbegierde in der zweiten; gefragt, geschrieben, experimentiert wird überall, alles fragt nach einer Geisterwelt, will die gewisse Überzeugung davon haben, nicht ahnend jedoch dabei, dass im Anfang viele irrige Ideen dadurch in Umlauf kommen, und dann ein schreckliches Erwachen von beiden Seiten die Folge ist.
Jetzt spielen die Geister mit den Menschen, und die Menschen mit den Geistern! Die ersteren sagen ihnen nur von dem im Jenseits Erlebten, so wie es ein jeder für sich ansieht, die anderen, die Menschen nämlich, unterhalten sich bei diesem Spiel, vergessen aber dabei, dass mit diesem Tändeln endlich ihr Gewissen erwachen und ihnen strenge Fragen aufwerfen wird, die zu beantworten sie nicht imstande sind oder wenn sie eine Antwort wissen darauf, selbe traurig genug ausfällt, weil oft nur zu spät erkannt wird, was man hätte tun sollen und nicht getan hat! […]
Schaut die Welt nicht so rosig an, sie ist es nicht! Um euch herum wüten mächtige Leidenschaften in der Geisterwelt, die euch ebenfalls beeinflussen wollen, und eben weil Ich euch diese Geisterwelt geschildert habe, wie sie ist, so behaltet den Gedanken fest: Ein jeder Gedanke, eine jede Idee ist belauscht, und so manches eben gerade auf euch blickende Auge voll Liebe schaudert zurück, wenn es sieht, wie der im Leben so unschuldig und ruhig scheinende Freund oder Verwandte solche höchst unmoralische, ja sogar oft verbrecherische Gedanken hegen kann, wo nur Umstände dazu gehören, und der in schwachen Momenten flüchtig aufgestiegene Gedanke wird zur Tat.
So ist die geistige Welt eine Welt voll lauter Spionen und Verrätern, die euer Inneres durchschauen und euch beurteilen, euch bedauern oder beglückwünschen.
Trachtet daher, in dieser ‚babylonischen‘ Verwirrung stets als Menschen nach Meinem Sinn dazustehen, zu handeln wie es Wesen geziemt, die von Geburt aus bis zum Tod stets Bürger zweier Welten sind, deren Einfluss sie sich nicht entziehen können.“

Quelle: "Wahrheit über Spiritismus", Neu-theosophische Schrift Nr. 41, Auszug aus der Kundgabe vom 27. Dezember 1874


„Nur ein Geist kann sich geistiger Mittel bedienen. Daher bedenkt, dass euer Geist, je geläuterter er ist, desto geistigerer Mitteilungen er dort [im Jenseits] fähig sein wird, je materieller er aber geblieben, desto schwerer die Mitteilung, weil ihm jenes Element mangelt, welches er auf Erden hatte. Daher die Sucht der meisten Verstorbenen, hier auf Erden weiter zu wirken, weil sie die Kommunikationsmittel kennen und selbe ihnen zusagen, während die der anderen Welt ihnen nicht geläufig, nicht angenehm, sondern sogar abstoßend sind. Daher der Spiritismus mit allen seinen verschiedenen Abstufungen, weil eben dort wie hier schon längst festgesetzte Gesetze obwalten, die kein Hinübergegangener nach seinem Gutdünken abändern kann.“

Quelle: "Wahrheit über Spiritismus", Neu-theosophische Schrift Nr. 41, Auszug aus der Kundgabe vom 3. Oktober 1874


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